Modifikation Obwegesers Operationsmethode nach Dal Pont und Hunsuck-Epker

Die weitere Modifikation der retromolaren sagittalen Osteotomie nach DAL PONT UND HUNSUCK-EPKER entwickelte sich aus der Überlegung heraus, dass die sagittale Spaltung nicht bis zum Hinterrand des Unterkiefers gelang [3]. Da die angesprochene Spaltung lediglich bis zur konkaven Einziehung der Innenfläche des Unterkieferastes dorsal des Nervenkanals reichte (Abb. 19), sollte die gesamte Kaumuskulatur am proximalen Fragment verbleiben.

Besonders bei der Vorverlagerung des Unterkiefers ist diese Methode indiziert, da hierbei der proximale Anteil des Unterkieferastes mit den gesamten Kaumuskelansätzen in der anatomischen Position verbleiben kann, während das distale Fragment ohne Behinderung nach vorne verschiebbar ist [3]. Noch heute wird daher die Methode "Sagittale Spaltung nach Obwegeser / Dal Pont, modifiziert nach Hunsuck-Epker" genannt [57].