Schräge Osteotomie

Die schräge Osteotomie begann mit einem schrägen Schnitt durch die Schleimhaut an der Vorderkante des aufsteigenden Astes, wobei ein enoraler Zugang gewählt wurde. Der M. masseter und der M. pterygoideus medialis beidseits wurden anschließend vom Knochen abgelöst und das Periost geschlitzt. Dies ermöglichte eine spannungsfreie Verlagerung des Unterkiefers in die gewünschte Position [53].

Anschließend wurden die einzelnen Knochenfragmente durchbohrt und miteinander in Verbindung gebracht, so dass das gewünschte endgültige Ergebnis erreicht wurde. Nach den Empfehlungen von SCHUCHARDT konnte daraufhin mit Hilfe von Modellen die Okklusion des Patienten eingeschliffen werden, wobei bei schlechter Verzahnung im Frontzahnbereich die Behandlung mit Jacketkronen oder mit Brückprothesen nach der Operation die Methode der Wahl war [52].

SCHUCHARDT zog die Behandlung mit einem Gussschienenband den Drahtschienen vor. Abschließend wurde die Schleimhaut wieder vernäht und die Position durch eine Drahtfixierung zwischen dem Ober- und Unterkiefer gesichert (Abb. 15 und 16). Nachteilig an diesem Verfahren war die verzögerte Bruchheilung.