Le Fort III-Osteotomie nach Tessier

Wie bereits bei den Osteotomien in den Le-Fort-Ebenen erwähnt, sind die Deformitäten in der Le-Fort-III-Ebene von enormem Ausmaß. Dazu zählen unter anderem die Hypoplasie des Mittelgesichts, ein Exophthalmus oder auch eine Pseudoprognathie (Morbus Crouzon und Apert-Syndrom), welche als Indikation für ein solches Vorgehen anzusehen sind.

Vorteile einer solchen Operationsmethode, die erstmals 1967 von PAUL LOUIS TESSIER (1917-2008) beschrieben wurde, sind vor allem die Reduktion einer Infraokklusion oder auch die Korrektur der maxillären Retrognathie (Abb. 25). Die Operation wird einzeitig durchgeführt und dient zur totalen Mobilisation des mittleren Drittels des Gesichts in der Le-Fort-III-Ebene [60].