Welche Arten von Kieferfehlstellungen (Dysgnathien) gibt es?

In unserem Kompetenzzentrum für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Frankfurt behandeln wir unter anderem Patienten, die unterschiedlich ausgeprägte Kieferfehlstellungen (Dysgnathien) aufweisen.

In enger Kooperation mit den behandelnden Kieferorthopäden sind wir für die Dysgnathiechirurgie zuständig, mit anderen Worten: Unser Frankfurter Team führt chirurgische Eingriffe durch, die der Korrektur der Fehlstellungen dienen.

Zur Befunderhebung leiten wir diagnostische Schritte ein, zu denen die klinische Überprüfung der Mundhöhle sowie röntgenologische Aufnahmen gehören. Dabei untersuchen wir Größe, Form und Lagebeziehung der beiden Kiefer.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über mögliche Kieferfehlstellungen geben:

Ihre Frankfurter Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen untersuchen Abweichungen der Kiefergröße im Vergleich zum gesunden Zahnsystem mit Regelverzahnung. Hier gibt es die Makrognathie, die auf eine vergrößerte Ober- oder Unterkieferbasis hindeutet, oder die Mikrognathie, welcheeineWachstumshemmung des Unter- oder Oberkiefers beschreibt.

Darüber hinaus behandeln Ihre Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen Patienten mit Lageanomalien der Kiefer. Hier betrachtet man die Lage der Kiefer zueinander und in Bezug auf den Gesichtsschädel. Kieferchirurgen unterscheiden hierbei den vorstehenden Unter- oder Oberkiefer (mandibuläre oder maxilläre Prognathie) oder den zurückverlagerten Unter- oder Oberkiefer (mandibuläre oder maxilläre Retrognathie). Beim offenen Biss zeigt sich die Lageanomalie der Kiefer derart, dass beim Zusammenbeißen eine Lücke zwischen den Ober- und Unterkieferzähnen bestehen bleibt. Der tiefe Biss kennzeichnet sich durch eine zu starke Überlappung der Oberkieferfrontzähne über denen des Unterkiefers. Ferner unterscheiden Ihre Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen in Frankfurt einen zu engen Kiefer beziehungsweise zu weiten Kiefer im Vergleich zum gesunden Kieferwachstum. Des Weiteren lassen sich seitlich abweichende Kieferfehlstellungen beschreiben, die letztlich zum Kreuzbiss führen.

Als weitere fachliche Klassifikation der Dysgnathien zählt die Einteilung in Angle-Klassen: Neutralbiss (I) ­- Normalbiss, Distalbiss (II/1 und II/2) - Rücklage des Unterkiefers, Mesialbiss (III) - Oberkiefer liegt hinter dem Unterkiefer. Sie wurden von dem amerikanischen Kieferorthopäden Edward H. Angle im Jahr 1899 definiert. Hierbei wird die Stellung der so genannten Sechsjahrmolaren (das sind die ersten bleibenden Backenzähne im Kindesalter) bei Verschluss (Okklusion) der Zähne betrachtet.

In der Regel sind die Kieferfehlstellungen mit Zahnfehlstellungen kombiniert. Das fehlgesteuerte Wachstum der beiden Kiefer wirkt sich ebenso auf die Kiefergelenke aus, die dadurch besonders belastet werden können.

In enger Kooperation mit Kieferorthopäden arbeiten unsere Frankfurter Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie daran, Ihre Zahn- und Kieferfehlstellungen erfolgreich zu therapieren. Nach kieferorthopädischer Vorbehandlung werden die dysgnathiechirurgischen Schritte in unserem Kompetenzzentrum MKG eingeleitet.